Lehren & Lernen 2/2020 Bildungsbenachteiligung II; PISA-Diskussion
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 2/2020 Bildungsbenachteiligung II; PISA-Diskussion"
In der Februar-Ausgabe 2020 von Lehren & Lernen wird das Thema Bildungsbenachteiligung weitergeführt. Diese Ausgabe widmet sich der Frage, wie das deutsche Bildungssystem mit den Herausforderungen der sozialen Ungleichheit und Bildungsbenachteiligung umgeht und welche Maßnahmen und Reformen notwendig sind, um Chancengleichheit zu fördern.
Bildungsbenachteiligung im Fokus
Die Beiträge beleuchten verschiedene Aspekte der Bildungsbenachteiligung und kritisieren bestehende Strukturen im deutschen Bildungssystem:
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Soziale Benachteiligung und Schulerfolg
Gotthilf G. Hiller diskutiert das Thema Bildungsbenachteiligung und hinterfragt die bestehende Narrative, die oft zu wenig die Auswirkungen auf das Lernen und die Chancengleichheit berücksichtigen. -
Sättigung für die Seele
Waltraud Lučić spricht mit Sven Loerzer über die Verhältnisse, unter denen Kinder aus bildungsfernen Schichten lernen, und fordert bessere Angebote für diese Schüler/innen. -
Mehrgliedrigkeit versus Eingliedrigkeit
Kai Maaz beleuchtet die Debatte über die Schulstruktur in Deutschland und argumentiert, dass die Vielgliedrigkeit des Systems ein Haupthindernis für Bildungsgerechtigkeit darstellt. -
Das deutsche Bildungswesen als Hort der Ungerechtigkeit?
Rainer Bölling setzt sich kritisch mit den Ergebnissen der PISA-Studien auseinander und widerlegt einige der weit verbreiteten Thesen über die Verbindung zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg. Mythos Bildungsungleichheit
Benjamin Edelstein und Marcel Helbig diskutieren Böllings Thesen und schlagen bildungspolitische Maßnahmen vor, um die Bildungsungleichheit zu verringern.
Weitere Themen im Panorama
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PISA und die Schwächen der Bildungsforschung
Georg Lind kritisiert die Methodik der PISA-Studien und fordert eine valide Bildungsforschung, die auf Ursachenanalyse und nicht nur auf den Vergleich von Ergebnissen ausgerichtet ist. Wie digitalisiert sind unsere Schüler/innen?
Johannes Zylka kommentiert die Ergebnisse der ICILS-Studie 2018 und hebt den dringenden Handlungsbedarf in der Bildungspolitik und -praxis hervor, um digitale Kompetenzen besser zu fördern.
Weitere Artikel
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Besondere Schule: Herzog-Philipp-Verbandsschule Altshausen
Stefanie Niederer und Raphaela Zylka stellen die Besonderheiten der Herzog-Philipp-Verbandsschule vor, die eine inklusive und innovative Schulform darstellt. -
Buchbesprechungen
Rezensionen zu aktuellen Bildungsbüchern wie „Einfach gut unterrichten“ und „Sketchnotes in der Schule“ bieten weitere Impulse für Lehrkräfte und Bildungsinteressierte.
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✔ Praxisnahe Perspektiven zur digitalen Schulentwicklung und Schülerförderung
✔ Kritische Reflexionen zu PISA, der Bildungsforschung und der Schulstruktur
| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 20.02.2020
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Das Thema „Soziale Benachteiligung und Schulerfolg“ wird im vorliegenden Beitrag nicht aus der Perspektive der Bildungsforschung und Bildungssoziologie behandelt. Vielmehr geht es um die Frage, was Professionelle und Ehrenamtliche im Schulwesen mit dieser Erzählung vom straffen Zusammenhang zwischen sozialer Benachteiligung und mangelhaftem Schulerfolg anfangen. So gesehen, geht es im Folgenden um Überlegungen und Beispiele zu einer „etwas anderen“ empirischen Bildungsforschung, in deren Zentrum die Frage steht: Wie wirkt sich dieses Wissen im beruflichen Alltag und im Handeln von Fachleuten und Ehrenamtlichen aus? Stichwörter: Soziale Benachteiligung, Schulerfolg, Bildungsforschung, Schulkritik
Seit dem Erscheinen der ersten PISA-Studie sieht sich das deutsche Bildungswesen dem Vorwurf ausgesetzt, in kaum einem anderen Land hänge der Schulerfolg so sehr von der sozialen Herkunft ab wie in Deutschland. Diese Behauptung wird hier auf der Basis aktueller PISA-Daten und weiterer neuerer Studien einer kritischen Überprüfung unterzogen. Dabei zeigt sich, dass der fragliche Zusammenhang in allen Ländern in ähnlicher Weise besteht und sein – zumeist überschätztes – Ausmaß von Faktoren abhängt, die oft vernachlässigt werden. So erweisen sich einige gängige Erklärungen von PISA-Befunden als unzutreffend. Darüber hinaus wird gezeigt, dass bloße Quoten höherer Bildungsabschlüsse kein Indiz für Bildungsgerechtigkeit sind. Stichwörter: Bildungsgerechtigkeit, Bildungsbenachteiligung, PISA-Studien, Schulerfolg, soziale Herkunft
Für Waltraud Lučić, 62, Vorsitzende des Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (MLLV), sind alle Kinder wertvoll. Als Pädagogin engagiert sie sich seit langem für Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Denn Kinder aus Familien mit geringem Einkommen oder geringen Deutschkenntnissen haben meist die schlechteren Startchancen für eine Schul- und Berufskarriere. Stichwörter: Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Startchancen
Dass der Bildungserfolg in Deutschland besonders stark von der sozialen Herkunft abhängt, ist für Rainer Bölling ein bildungspolitisches Vorurteil. Bewertungsmaßstäbe und Befunde, die diesen Schluss nahelegen, sind aus seiner Sicht wenig aussagekräftig. Der vorliegende Beitrag setzt sich mit Böllings zentralen Kritikpunkten auseinander. In einigen Punkten trifft seine Argumentation ins Schwarze, an anderen Stellen aber ist sie angreifbar und lässt mitunter relevante bildungspolitische Fragen außer Acht. Stichwörter: Akademisierungswahn, Bildungsungleichheit, Bildungsexpansion, Chancengleichheit, Hochschulreife, Kompetenzvergleiche, soziale Herkunft
Der vorliegende Beitrag setzt sich im internationalen Vergleich mit der Frage der äußeren Differenzierung des Sekundarschulsystems auseinander. Dazu wird zunächst kurz auf die Leistungsdifferenzierung als Strukturmerkmal von Schulsystemen eingegangen, um daran anschließend die aktuelle Situation schulstruktureller Differenzierung im deutschen Schulsystem zu beschreiben. Sodann werden Auswirkungen von schulischer Leistungsdifferenzierung diskutiert und abschließend ein Modell schulstruktureller Differenzierung vorgestellt. Stichwörter: Mehrgliedrigkeit, Eingliedrigkeit, Zwei-Säulen-Modell, Schulstruktur, Selektionsprozesse, Bildungsbenachteiligung, Lernmilieus, Entwicklungsmilieus, Schulleistung, Leistungsdifferenzierung