Lehren & Lernen 2/2015 Das vernachlässigte Lernen
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Produktinformationen "Lehren & Lernen 2/2015 Das vernachlässigte Lernen"
Aus dem Inhalt
- Das andere Lernen – ein Plädoyer für das nicht fachliche und überfachliche Lernen in der Schule
- Lernen in der Gemeinschaftsschule – Lernen miteinander, lernen voneinander
- Hausaufgaben? Ja! Aber!
- Beim Lernen helfen und selbst dabei lernen
- Nachhilfe – ein boomender Markt, kein Ende in Sicht!
- Lernen im Seminarfach
- Computerservice als Schülerfirma
- Die Bedeutung der SMV für das Lernen in der Schule
- Lernen im Kontext des Projekts „Schule als Staat“
- Wie Theaterspielen Schülerinnen und Schüler stärkt
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 40 Seiten
Erscheinungstermin: 20.02.2015
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„5 weg oder Geld zurück“ – Mit diesem Slogan wirbt der Branchenprimus unter den deutschen kommerziellen Nachhilfeeinrichtungen. Dabei wird deutlich, dieser Slogan zeugt von einem Selbstbewusstsein eines Nachhilfeunternehmens. Unterrichtsausfall, Krankheit, zu große Klassen und mangelnde familiäre Unterstützung führen dazu, dass Nachhilfe ein bildungspolitisches und mediales Thema ist. Die FAZ formulierte die Schlagzeile: „Gelernt wird am Nachmittag“ (30.04.2010). Hier sollen folgende drei Punkte behandelt werden: Verbreitung von Nachhilfe; Gründe für die Verbreitung; Wirksamkeit von Nachhilfe.
Seit 2006 ist das Seminarfach in Niedersachsen von allen Schülerinnen und Schülern in der Qualifikationsphase bis zum Abitur zweistündig in allen vier Semestern zu belegen. Ähnlich wie in den Fächern „Seminarkurs“ (BaWü, Berlin), „Wissenschaftspropädeutisches Seminar“ (Bayern) oder „Methoden“ (Bremen) stehen hier die Einführung in wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen ebenso im Vordergrund wie die Erweiterung methodischer Kompetenzen.
Die Arbeit der SMV kann für eine Schule von unschätzbarem Wert sein. Nicht nur, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler an Verantwortung herangeführt werden und Verantwortung übernehmen und einen großen „personal growth“ verzeichnen. Die Ausstrahlung der SMV-Arbeit in die gesamte Arbeit der Schule ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung. LuL hat mit einem ehemaligen Schülersprecher gesprochen.
Landauf, landab hört man Klagen über die schwindende Hausaufgabenmoral. Im folgenden Beitrag werden Hausaufgaben in ihrer Funktion eingeordnet und ihre Wirkung wird im Lichte der Forschungsliteratur beschrieben. Es gibt Hinweise für die Lehrer, nicht nur im Hinblick auf das richtige Erteilen von Hausaufgaben, sondern auch dazu, welche Strategien für die Schülerinnen und Schüler notwendig sind, kompetent mit den gestellten Hausaufgaben umzugehen. Und die Vermittlung dieser Strategien ist eine Aufgabe der Lehrkräfte.
Nach vielen Jahren, die im Zeichen von PISA standen, nach der Umarbeitung der alten Lehrpläne in standardund kompetenzorientierte Bildungspläne, sind neuerdings vermehrt nachdenklich machende Zwischentöne herauszuhören. Beklagt wird die Kognitionslastigkeit in der Arbeit der weiterführenden Schulen, insbesondere der Gymnasien, während gleichzeitig darauf hingewiesen wird, dass überfachliche und nicht fachliche Kompetenzen immer noch ein Schatten- oder Nischendasein an den weiterführenden Schulen führen. Beim zweiten Bildungswissenschaftlichen Tag der Universität Konstanz am 7. November 2014 wies Andreas Helmke in seinem Vortrag auf den kognitiven Überhang und auf die zunehmende Kritik an der Ineffizienz schulischen Lernens (Erzeugung von trägem, nicht anschlussfähigem Wissen) hin und forderte u. a., den überfachlichen Kompetenzen („crosscurricular competencies“, „life skills“) und den komplexen Bildungszielen mehr Sorgfalt zu widmen.
Wie können Kinder verschiedener Leistungsniveaus gemeinsam lernen, ohne dass dabei die langsamen Lerner überfordert und die schnellen Lerner gelangweilt werden? Das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule gibt hier eine Antwort: indem alle Niveaus inhaltlich bedient werden und die Lernenden von Anfang an daran herangeführt werden, Mitverantwortung für die Gestaltung ihres individuellen Lernprozesses zu übernehmen. Die hierdurch bei der Lehrkraft frei werdenden Zeit- und Energiekapazitäten werden dann zielgerichtet an den Stellen eingesetzt, wo sie benötigt werden – sei es bei der Unterstützung der langsamen Lerner oder bei der Förderung der schnellen Lerner..
Immer wieder führen einzelne Schulen über mehrere Tage das Großprojekt „Schule als Staat“ durch. Alle am Schulleben Beteiligten spielen sozusagen mehrere Tage ein großes gemeinsames Spiel. Schüler und Lehrer begegnen sich auf neue Weise. Eltern sind eingebunden. Häufig prägt dieses Projekt in markanter Weise die Erinnerung an die Schulzeit. Mit zeitlichem Abstand berichtet ein ehemaliger Schüler, wie ihn dieses Projekt prägte.