Soziale Benachteiligung und Schulerfolg
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Produktinformationen "Soziale Benachteiligung und Schulerfolg"
Das Thema „Soziale Benachteiligung und Schulerfolg“ wird im vorliegenden Beitrag nicht aus der Perspektive der Bildungsforschung und Bildungssoziologie behandelt. Vielmehr geht es um die Frage, was Professionelle und Ehrenamtliche im Schulwesen mit dieser Erzählung vom straffen Zusammenhang zwischen sozialer Benachteiligung und mangelhaftem Schulerfolg anfangen. So gesehen, gehören die folgenden Überlegungen und Beispiele zu einer „etwas anderen“ empirischen Bildungsforschung, in deren Zentrum diese Fragen stehen: Wie wirkt sich dieses Wissen im beruflichen Alltag und im Handeln von Fachleuten und Ehrenamtlichen aus? Hat es überhaupt Auswirkungen, da sich ja offenbar an diesem Befund seit Jahren nichts ändert? Wenn die Schulen selber die soziale Ungleichheit verschärfen oder auf Dauer stellen, was wäre zu tun, falls man dies ändern wollte?
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Autor: Gotthilf Gerhard Hiller
Erscheinungstermin: 21.01.2020
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Zum Thema dieser Ausgabe: 100 Jahre Grundschule – Bildungsbenachteiligung I 100 Jahre Grundschule – Bildungsbenachteiligung I blickt auf die Geschichte der Grundschule als „Schule für alle“ und fragt zugleich, warum Bildungsbenachteiligung trotz dieses Anspruchs fortbesteht. Die Beiträge verbinden historische und politische Perspektiven mit aktuellen Studien zu Schulabschlüssen, Armut und Chancenungleichheit und beleuchten, wie Kooperation, Achtsamkeit und Medienentwicklung in Schulen darauf antworten können. Zwischen dem Grußwort des Bundespräsidenten, Analysen zu sozialen Benachteiligungen, einer CARITAS-Studie, einem bekannten Essay zur „Bildungsgefängnis“-Metapher, einem pädagogischen Kommentar dazu sowie Praxisbeispielen zu Achtsamkeit, Medienentwicklungsplanung und Elternkooperation wird deutlich: Die Frage, wie Grundschule und weiterführende Schulen Bildungswege öffnen oder verschließen, ist hochaktuell – 100 Jahre nach Einführung der Grundschule ebenso wie heute. Für wen ist diese Ausgabe ideal? Diese Ausgabe ist ideal, wenn Sie Bildungsbenachteiligung historisch, strukturell und praktisch verstehen und bearbeiten möchten. Sie richtet sich an: Grundschul- und Sekundarlehrkräfte, die mit heterogenen Lerngruppen arbeiten Schulleitungen und Schulträger, die Chancengerechtigkeit in ihrem System stärken wollen Bildungspolitiker/innen, Verwaltungs- und Verbandsvertreter/innen, die Strukturentscheidungen verantworten Studierende, Forschende und Ausbildende, die sich mit Bildungsungleichheit, Kooperation und Schulentwicklung befassen Die wichtigsten Inhalte im Überblick 100 Jahre Grundschule – Grußwort des Bundespräsidenten Im Editorial 100 Jahre Grundschule erinnert Frank-Walter Steinmeier an die historische Bedeutung der Grundschule als gemeinsame Schule für alle Kinder – und daran, dass dieser Anspruch angesichts heutiger Ungleichheiten immer wieder neu eingelöst werden muss. Soziale Benachteiligung und Schulerfolg – Teil I In Soziale Benachteiligung und Schulerfolg. Anregungen zum kritischen Umgang mit einem folgenlosen Narrativ als Beitrag zur Schulentwicklung, Teil I analysiert Gotthilf Gerhard Hiller gängige Erzählungen über „bildungsferne Schichten“ und zeigt, wie sie Reformen eher blockieren als befördern. Er plädiert für eine Schulentwicklung, die strukturelle Barrieren ernst nimmt, statt Verantwortung allein auf Familien abzuwälzen. Immer mehr Jugendliche ohne Schulabschluss – CARITAS-Studie Immer mehr Jugendliche ohne Schulabschluss. Die neue CARITAS-Studie zu Bildungschancen vor Ort (Verena Liessem, Susanne Nowak) legt dar, wie sich Schulabbruchquoten regional unterscheiden und welche Faktoren vor Ort dazu beitragen – von sozialer Lage bis zu Unterstützungsstrukturen. „Ein ausbruchssicheres Gefängnis“ – Bildungspolitische Metapher In Ein ausbruchssicheres Gefängnis. Wer nichts lernt, bleibt arm. Dagegen hilft nur eine bessere Bildungspolitik beschreibt Jutta Allmendinger das Bildungssystem als Gefängnis, aus dem viele Kinder und Jugendliche kaum entkommen können. Sie fordert tiefgreifende Veränderungen von früher Förderung bis zur Weiterbildung. Kooperation in der Schule II – Achtsamkeit, Medienentwicklungsplan, Elternarbeit Unter dem Stichwort Kooperation in der Schule II werden drei Praxisbeispiele vorgestellt: Verkörperte Beziehungsgestaltung und Schulkultur-Entwicklung durch Stärkung von Achtsamkeit und Mitgefühl (Nils Altner) berichtet aus einem NRW-Landesmodellprojekt in Solinger Grundschulen. Achtsamkeits- und Mitgefühlspraktiken dienen hier als Motor für eine zugewandte Schulkultur – gerade mit Blick auf benachteiligte Kinder.Kooperative Entwicklung eines Medienentwicklungsplans. Erfahrungsbericht aus dem Paul-Klee-Gymnasium Rottenburg/N. (Nina Sophie Klett) zeigt, wie Kollegium, Schulleitung und weitere Akteure gemeinsam einen Medienentwicklungsplan erstellen – mit dem Ziel, Digitalität allen Lernenden zugutekommen zu lassen. Lehrer und Eltern – Kommunikation und Kooperation für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft(Stefan Seitz) beleuchtet, wie Schulen mit Eltern zusammenarbeiten können, um Kinder – besonders in belasteten Lebenslagen – besser zu unterstützen. Jetzt abonnieren und profitieren: Historische und aktuelle Perspektiven zu 100 Jahren Grundschule und Bildungsbenachteiligung Empirische Befunde zu Schulabschlüssen, Armut und regionalen Bildungschancen Kritische Auseinandersetzung mit Narrativen und Metaphern der Ungleichheit Praxisbeispiele zu Achtsamkeit, Medienentwicklung und Elternkooperation als Hebel für mehr Gerechtigkeit