Das deutsche Bildungswesen – ein Hort der sozialen Ungerechtigkeit?
3,50 €
Versandkostenfrei
Produktinformationen "Das deutsche Bildungswesen – ein Hort der sozialen Ungerechtigkeit?"
Seit dem Erscheinen der ersten PISA-Studie sieht sich das deutsche Bildungswesen dem Vorwurf ausgesetzt, in kaum einem anderen Land hänge der Schulerfolg so sehr von der sozialen Herkunft ab wie in Deutschland. Diese Behauptung wird hier auf der Basis aktueller PISA-Daten und weiterer neuerer Studien einer kritischen Überprüfung unterzogen. Dabei zeigt sich, dass der fragliche Zusammenhang in allen Ländern in ähnlicher Weise besteht und sein – zumeist überschätztes – Ausmaß von Faktoren abhängt, die oft vernachlässigt werden. So erweisen sich einige gängige Erklärungen von PISA-Befunden als unzutreffend. Darüber hinaus wird gezeigt, dass bloße Quoten höherer Bildungsabschlüsse kein Indiz für Bildungsgerechtigkeit sind.
Stichwörter: Bildungsgerechtigkeit, Bildungsbenachteiligung, PISA-Studien, Schulerfolg, soziale Herkunft
| Elektronische Medien: | Download |
|---|
Autor: Rainer Bölling
Erscheinungstermin: 20.02.2020
Verwandte Produkte
In der Februar-Ausgabe 2020 von Lehren & Lernen wird das Thema Bildungsbenachteiligung weitergeführt. Diese Ausgabe widmet sich der Frage, wie das deutsche Bildungssystem mit den Herausforderungen der sozialen Ungleichheit und Bildungsbenachteiligung umgeht und welche Maßnahmen und Reformen notwendig sind, um Chancengleichheit zu fördern.Bildungsbenachteiligung im Fokus Die Beiträge beleuchten verschiedene Aspekte der Bildungsbenachteiligung und kritisieren bestehende Strukturen im deutschen Bildungssystem: Soziale Benachteiligung und Schulerfolg Gotthilf G. Hiller diskutiert das Thema Bildungsbenachteiligung und hinterfragt die bestehende Narrative, die oft zu wenig die Auswirkungen auf das Lernen und die Chancengleichheit berücksichtigen. Sättigung für die Seele Waltraud Lučić spricht mit Sven Loerzer über die Verhältnisse, unter denen Kinder aus bildungsfernen Schichten lernen, und fordert bessere Angebote für diese Schüler/innen. Mehrgliedrigkeit versus Eingliedrigkeit Kai Maaz beleuchtet die Debatte über die Schulstruktur in Deutschland und argumentiert, dass die Vielgliedrigkeit des Systems ein Haupthindernis für Bildungsgerechtigkeit darstellt. Das deutsche Bildungswesen als Hort der Ungerechtigkeit? Rainer Bölling setzt sich kritisch mit den Ergebnissen der PISA-Studien auseinander und widerlegt einige der weit verbreiteten Thesen über die Verbindung zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg. Mythos Bildungsungleichheit Benjamin Edelstein und Marcel Helbig diskutieren Böllings Thesen und schlagen bildungspolitische Maßnahmen vor, um die Bildungsungleichheit zu verringern.Weitere Themen im Panorama PISA und die Schwächen der Bildungsforschung Georg Lind kritisiert die Methodik der PISA-Studien und fordert eine valide Bildungsforschung, die auf Ursachenanalyse und nicht nur auf den Vergleich von Ergebnissen ausgerichtet ist. Wie digitalisiert sind unsere Schüler/innen? Johannes Zylka kommentiert die Ergebnisse der ICILS-Studie 2018 und hebt den dringenden Handlungsbedarf in der Bildungspolitik und -praxis hervor, um digitale Kompetenzen besser zu fördern.Weitere Artikel Besondere Schule: Herzog-Philipp-Verbandsschule Altshausen Stefanie Niederer und Raphaela Zylka stellen die Besonderheiten der Herzog-Philipp-Verbandsschule vor, die eine inklusive und innovative Schulform darstellt. Buchbesprechungen Rezensionen zu aktuellen Bildungsbüchern wie „Einfach gut unterrichten“ und „Sketchnotes in der Schule“ bieten weitere Impulse für Lehrkräfte und Bildungsinteressierte. Jetzt abonnieren und profitieren: ✔ Einblicke in die Bildungsbenachteiligung und notwendige Reformen ✔ Diskurs über die Mehrgliedrigkeit des Schulsystems und Bildungsungleichheit ✔ Praxisnahe Perspektiven zur digitalen Schulentwicklung und Schülerförderung ✔ Kritische Reflexionen zu PISA, der Bildungsforschung und der Schulstruktur